Umweltbelange

Wesentliche Umweltbelange sind für DEUTZ Umweltmanagementsysteme, Ressourceneffizienz sowie Luft und Klima. Diese Sachverhalte werden nachfolgend zusammen erläutert.

Das integrierte Managementsystem der DEUTZ AG, das die Bereiche Umweltschutz, Energie und Qualität abdeckt, entspricht den Anforderungen der aktuell geltenden Normen DIN EN ISO 14001, 50001 und 9001:2015. Die Konformität wurde im Berichtszeitraum erneut von den unabhängigen Auditoren der TÜV Rheinland Cert GmbH geprüft und bestätigt. Es wurden keine Abweichungen vom Regelwerk festgestellt.

Die DEUTZ AG legt im Rahmen des integrierten Managementsystems regelmäßig eigene Ziele fest. Die Bewertung, ob die freiwillig festgelegten Ziele erreicht wurden, erfolgt gemeinsam durch die Fachabteilungen und die höchste Führungsebene unseres Unternehmens. Daraus leiten sie jährlich Maßnahmen zur Erreichung der Ziele und zur Korrektur der laufenden Prozesse ab.

Rechtssicherheit herstellen

Um sicherzustellen, dass gesetzliche Forderungen und eigene Regeln umgesetzt werden, hat die DEUTZ AG ein Team von Auditoren zusammengestellt, das alle relevanten Betriebsbereiche begutachtet. Abweichungen und Verbesserungspotenziale werden erfasst, kommuniziert und deren Umsetzung von den Fachbereichen Energie- und Umweltmanagement begleitet. Für die Behebung von Abweichungen werden grundsätzlich Termine und Verantwortlichkeiten bestimmt.

Ein Freigabeverfahren stellt sicher, dass Stoffe, die die Sicherheit unserer Mitarbeiter, unserer Kunden oder der Umwelt beeinträchtigen können, so wenig wie möglich eingesetzt werden. Als nachgeschalteter Anwender von Erzeugnissen bewertet die DEUTZ AG die Einhaltung der Rechtsnormen REACH und RoHS durch eine konsequente Lieferantenabfrage.

Energiemanagement

Die externen Auditoren bestätigten 2018 im Rahmen des Überwachungsaudits die Zertifizierung des Energiemanagementsystems der DEUTZ AG nach ISO 50001 wie auch in den vergangenen Jahren ohne Abweichungen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung dieses Systems mit seinen Monitoring-Instrumenten schafft weitere Transparenz und ermöglicht die Erfassung von Energieströmen sowie deren Zuordnung zum Produktionsprozess. So können wir Effizienzmaßnahmen wirkungsvoll planen und umsetzen.

Beispielsweise lassen sich Projekte wie der stufenweise Ersatz alter Leuchtmittel durch intelligente LED-Installationen wirtschaftlich darstellen und anstoßen. Die Reduzierung von ca. 75 % des Stromverbrauchs für die Beleuchtung der entsprechenden Bereiche wirkt sich dabei unmittelbar auf die energiebezogene Leistung aus und senkt diese merklich.

Aufgrund der erhöhten Produktionszahlen im Jahr 2018 ist der Energieverbrauch in unseren Werken gegenüber dem Jahr 2017 angestiegen. Dies ist insbesondere dem gestiegenen Stromverbrauch durch die Fertigung und Montage geschuldet. Die unterschiedlichen Verbrauchsentwicklungen im Bereich Wärme (Erdgas, Fernwärme und Heizöl) sind durch die Umstrukturierung unserer Standorte zu erklären, durch die sich der Anteil der Energieträger aufgrund von unterschiedlichen Heizkonzepten verschiebt. In Summe stieg der Heizbedarf aufgrund der höheren Schichtenauslastung.

Die hochlaufende Produktion alternativer Antriebskonzepte (siehe Abschnitt Produktverantwortung) führt zu einem steigenden Verbrauch an LPG als Kraftstoff für diese Motoren. Dieser Mehrverbrauch an LPG wird durch einen sinkenden Verbrauch an Dieselkraftstoff überkompensiert.

Den steigenden Gesamtenergieverbrauch durch erhöhte Produktionszahlen konnten wir durch unser Energiemanagement so optimieren, dass der Energieverbrauch je Motor, den wir als CO2-Emission je Motor berichten, auch 2018 weiter reduziert wurde und die gesetzten Ziele übertroffen wurden.

DEUTZ-Konzern: Energieverbrauch in unseren Werken 1)

in MWh    
  2018 2017 5)
Strom 94.999 84.605
Erdgas 38.271 35.277
Fernwärme 12.349 12.223
Heizöl 2) 3.359 3.653
Dieselkraftstoff 3) 18.165 19.218
LPG 4) 633 421
Gesamt 167.777 155.397
1) Werke des DEUTZ-Konzerns ohne Joint Ventures.
2) Bei 10,5 kWh/Liter (Mittelwert).
3) Bei 9,85 kWh/Liter (Mittelwert).
4) Bei 12,8 kWh/kg (Mittelwert).
5) Vorjahreswerte sind bedingt vergleichbar, weil das Tochterunternehmen Torqeedo
in der Erfassung der Kennzahlen nicht mit einbezogen war.

Ziele zur Emissionsreduzierung gesteckt

Der DEUTZ-Konzern hat sich für das Berichtsjahr 2018 erneut das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen je hergestellten Motor um mindestens 2 % p. a. zu senken. Erstmalig haben wir für die DEUTZ AG auch für die Emissionsarten Staub und Stickoxid Ziele festgelegt: Diese sollen um 1 % pro hergestelltem Erzeugnis gegenüber 2017 reduziert werden. Benzolemissionen sind beim Betrieb von Dieselmotoren nicht zu erwarten und liegen unterhalb der Nachweisgrenze der behördlichen Messungen. Daher werden Benzolemissionen für das Berichtsjahr 2018 nicht berichtet.

Nachhaltigkeitsaspekte frühzeitig berücksichtigen

Einen wesentlichen Beitrag zur Ressourceneffizienz leisten die Standortoptimierungen, die im Berichtsjahr bereits vollständig abgeschlossen waren. Durch den Wegfall des Standorts Köln-Deutz und den Bezug des Wellenzentrums in Köln-Porz stieg die Energieeffizienz deutlich an. Nachhaltigkeitsaspekte werden bei der DEUTZ AG bereits bei der Planung von Arbeitsstätten berücksichtigt. Neben der Zentralisierung der Kühlmittelversorgung im Werk Porz wurde auch der Materialfluss in unserem neuen Wellenzentrum im Werk Porz aus ökonomischer und ökologischer Sicht optimiert.

Der Verbrauch an Fluiden war in der mechanischen Fertigung in Porz um 6,4 % rückläufig (2017: 0,47 Liter/Welle, 2018: 0,44 Liter/Welle). Die Durchlaufzeiten 1) von Nockenwellen und Kurbelwellen konnten wir im Berichtszeitraum nochmals um rund 18 % bzw. um mehr als 63 % reduzieren. Dies ist auf die Modernisierung des Maschinenfuhrparks und die weitere Optimierung der Arbeitsabläufe zurückzuführen.

Stickoxid- und Staubemissionen unterschreiten die genehmigten Werte

Moderne und leistungsfähige Abgasnachbehandlungssysteme sowie eine umweltfreundliche motorische Einstellung unserer Produkte bewirken vor dem Hintergrund, dass immer strengere Abgasnormen zu erfüllen sind, eine deutliche Reduzierung von Luftschadstoffen durch Motorprüfungen in unseren Motorenprüffeldern. Wiederkehrende Messungen, die von Sachverständigen durchgeführt werden, bestätigen, dass wir dabei die genehmigten Grenzwerte einhalten bzw. deutlich unterschreiten.

Kohlendioxid-Emissionen werden durch Kalttests deutlich vermindert

Das Ziel der Reduzierung der CO2-Emissionen soll durch eine Reihe unterschiedlicher Maßnahmen erreicht werden. Die Emissionen entstehen bei DEUTZ vornehmlich durch den Betrieb der Motorenprüffelder in den Bereichen Entwicklung und Produktion. Die Optimierung der zeitlichen und technischen Abläufe in den Prüffeldern, die sich oft aus der Summe kleinster Details ergibt, führt dazu, dass der Kraftstoffverbrauch in den Prüffeldern pro produziertem Erzeugnis kontinuierlich sinkt (2017: 11,23 l/Erzeugnis, 2018: 8,60 l/Erzeugnis). Mit der Umsetzung des Plans, einen Teil der Dieselmotoren »kalt« zu testen, sinkt der Verbrauch an Kraftstoffen für die Prüfung von Dieselmotoren auf ein absolutes Minimum. Bei Kalttests erfolgt die Prüfung des Motors durch ein umfangreiches Diagnosesystem ohne Befeuerung der Motoren – ein Beitrag zur Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen. Das Projekt zur Implementierung der Kalttests wurde im Berichtsjahr abgeschlossen. Die stufenweise Umstellung der Serienabnahme ausgewählter Baureihen wird 2019 begonnen.

Emissionen deutlich reduziert

Der DEUTZ-Konzern hat das primäre Umweltziel, das die Senkung der CO2-Emissionen je hergestellten Motor um mindestens 2 % p. a. vorsieht, erreicht und im Berichtsjahr mit rund –14 % sogar deutlich übererfüllt. Dies ist vor allem auf die Optimierung der Anzahl der Standorte in Deutschland sowie das deutlich gestiegene Bauprogramm zurückzuführen. Durch die Einführung des Kalttests, mit dem Prüfläufe von Motoren teilweise eingespart werden können, wird sich der Effekt zeitnah verstärken.

Die Emissionen Stickoxide und Staub werden nur für die DEUTZ AG berichtet, da sie im Wesentlichen auf den Prüffeldern der Werke Köln-Porz und Ulm entstehen. Der Rückgang der Emissionen je Motor (NOX: –24 %, Staub: –19 %) ist auf den Rückgang des Kraftstoffverbrauchs im Prüffeld der Motorenentwicklung im Werk Köln-Porz zurückzuführen (–14 %).

DEUTZ-Konzern: jährliche CO2-Emissionen in unseren Werken1)

in Tonnen    
  2018 2017 2)
CO2-Emissionen (Scope 1) 13.530 13.239
CO2-Emissionen (Scope 2) 42.240 38.012
CO2-Emissionen (insgesamt) 55.770 51.251
Scope 1: durch Verbrennung in eigenen Anlagen erzeugte CO2-Emissionen aus Diesel, Erdgas, LPG und Heizöl.
Scope 2: CO2e-Emissionen, die mit eingekaufter Energie (z.B. Elektrizität, Fernwärme) verbunden sind.
1) CO2 = Kohlendioxid-Äquivalente.
CO2-Emissionen in Werken des DEUTZ-Konzerns ohne Joint Venture. CO2e-Werte 22
wurden nach dem GHG-Protokoll ermittelt und als Produkt der Energiemengen mit den entsprechenden Emissionsfaktoren berechnet.
Vorjahreswerte wurden aufgrund geänderter Ermittlungsmethode angepasst.
2) Vorjahreswerte sind bedingt vergleichbar, weil das Tochterunternehmen Torqeedo in der Erfassung der Kennzahlen nicht mit einbezogen war.

DEUTZ-Konzern: CO2-Emissionen je Motor 1)

Emissionen pro Motor    
  2018 2017 2)
CO2e (in kg) 257 299
1) CO2 = Kohlendioxid-Äquivalente.
CO2-Emissionen in Werken des DEUTZ-Konzerns ohne Joint Venture.
CO2-Werte wurden nach dem GHG-Protokoll ermittelt. Vorjahreswerte wurden aufgrund geänderter Ermittlungsmethode angepasst. Die Kennzahl
»Emissionen pro Motor« ergibt sich aus den jeweiligen Quotienten der Gesamtemission mit der Anzahl hergestellter Motoren. Bei der CO2e-Bilanzierung wurden Scope 1 und Scope 2 berücksichtigt. Als Erzeugnisse werden ausschließlich Verbrennungsmotoren und Elektromotoren gezählt, keine weiteren Komponenten wie z. B. Batterien, Zahnräder oder Pleuel für Fremdmotoren.
2) Vorjahreswerte sind bedingt vergleichbar, weil das Tochterunternehmen Torqeedo in der Erfassung der Kennzahlen nicht mit einbezogen war.

DEUTZ AG: Emissionen je Motor in unseren Werken 1)

     
  2018 2017 2)
Stickoxide (in kg) 3) 0,19 0,25
Staub (in g) 1,80 2,21
1) Die Kennzahl »Emissionen pro Motor« ergibt sich aus den jeweiligen Quotienten der Gesamtemission mit der Anzahl hergestellter Motoren.
2) Für das Berichtsjahr hat sich für Stickoxide und Staub der betrachtete Umfang im Vergleich zum Vorjahr geändert, da ab 2017 die Zahlen für die DEUTZ AG und nicht für den Konzern berichtet werden. Die Vorjahreswerte wurden zur Vergleichbarkeit entsprechend angepasst.
3) Als Erzeugnisse werden ausschließlich Verbrennungsmotoren und Elektromotoren gezählt, keine weiteren Komponenten wie z. B. Batterien, Zahnräder oder Pleuel für Fremdmotoren. Bei den Elektromotoren entstehen keine Stickoxide- und Staub-Emissionen.

1) Es wurden die mittleren Durchlaufzeiten von Nocken- und Kurbelwellen berechnet. Die aktuelle Berechnungsmethode unterscheidet sich von der Vorjahresberechnung.