Ertragslage

DEUTZ AG: Übersicht zur Ertragslage

in Mio. €      
  2018 2017 Veränderung
Umsatzerlöse 1.601,5 1.356,0 245,5
Umsatzkosten –1.371,6 –1.171,5 –200,1
Forschungs- und Entwicklungskosten –59,9 –60,3 0,4
Vertriebs- und Verwaltungskosten –82,7 –74,5 –8,2
Sonstige betriebliche Erträge 28,3 145,5 –117,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen –58,6 –55,4 –3,2
Beteiligungsergebnis –5,1 15,5 –20,6
Abschreibungen auf Finanzanlagen –2,5 –0,5 –2,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 49,4 154,8 –105,4
Zinsergebnis –5,0 –6,8 1,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –11,9 –16,7 4,8
Sonstige Steuern –0,7 –2,6 1,9
Jahresergebnis 31,8 128,7 –96,9
      

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der DEUTZ AG haben sich gegenüber dem Vorjahr um 18,1 % auf 1.601,5 Mio. € erhöht. Entscheidend dafür war insbesondere die höhere Nachfrage in den Anwendungsbereichen Material Handling, Baumaschinen und Landtechnik. Im Anwendungsbereich Material Handling wuchs der Umsatz besonders deutlich um 42,5 % auf 328,7 Mio. € (2017: 230,6 Mio. €). In den Anwendungsbereichen Baumaschinen und Landtechnik ist der Umsatz um 23,2 % auf 525,5 Mio. € (2017: 426,6 Mio. €) bzw. um 13,9 % auf 263,2 Mio. € (2017: 231,0 Mio. €) angestiegen.

Regional betrachtet hat der Umsatz in unserer größten Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) am stärksten zugelegt, und zwar um 19,1 % auf 1.218,4 Mio. € (2017: 1.023,3 Mio. €). Auch in der Region Amerika und Asien/Pazifik ist der Umsatz deutlich um 15,7 % auf 235,6 Mio. € (2017: 203,6 Mio. €) bzw. um 14,3 % auf 147,5 Mio. € (2017: 129,1 Mio. €) gestiegen.

Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2018 hat die DEUTZ AG ein operatives Ergebnis (EBIT) von 49,4 Mio. € erwirtschaftet. Trotz des deutlich gestiegenen Geschäftsvolumens ist das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 105,4 Mio. € zurückgegangen. Dies ist insbesondere auf den im Vorjahr realisierten Gewinn aus der Veräußerung der Grundstücke unseres bisherigen Standorts Köln-Deutz sowie den Verlust aus der Veräußerung unseres Anteils an der DEUTZ (Dalian) Engine Co., Ltd., Dalian (China), im Berichtsjahr in Höhe von 40,5 Mio. € zurückzuführen. Außerdem ist das Beteiligungsergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer ausgefallen.

Umsatzkosten

Die Umsatzkosten der DEUTZ AG beliefen sich im Berichtsjahr auf 1.371,6 Mio. €. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Höhe von 200,1 Mio. € resultiert insbesondere aus volumenbedingt gestiegenen Material- und Personalaufwendungen. Die Bruttomarge 1) hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 13,6 % auf 14,4 % weiter verbessert.

Sonstige betriebliche Erträge

Im Geschäftsjahr 2018 sind die sonstigen betrieblichen Erträge um 117,2 Mio. € auf 28,3 Mio. € zurückgegangen. Entscheidend dafür war, dass im Vorjahr Erträge aus der Veräußerung der Grundstücke unseres bisherigen Standorts Köln-Deutz realisiert wurden.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Mio. € auf 58,6 Mio. € gestiegen (2017: 55,4 Mio. €). Während im Vorjahr hauptsächlich Aufwendungen im Zusammenhang mit der Rückabwicklung der Veräußerung des seinerzeitigen Betriebsgeländes am Standort Köln-Deutz an die Deutz-Mülheim Grundstücksgesellschaft mbH in den Jahren 2001 bzw. 2002 im Vordergrund standen, beinhaltet die Position im Berichtsjahr im Wesentlichen den Verlust aus der Veräußerung unseres Anteils an der DEUTZ (Dalian) Engine Co., Ltd., Dalian (China).

Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,6 Mio. € auf –5,1 Mio. € gesunken. Maßgeblich hierfür waren insbesondere die Verlustübernahme unserer Tochtergesellschaft Torqeedo GmbH, deren Anteile wir zum 1. Oktober 2017 erworben haben, und das geringere Ergebnis bei der DEUTZ Asien Verwaltungs GmbH. Das besonders hohe Ergebnis der DEUTZ Asien Verwaltungs GmbH im Vorjahr stand im Zusammenhang mit der Rückabwicklung der Grundstückveräußerung an die Deutz-Mülheim Grundstücksgesellschaft mbH in den Jahren 2001 bzw. 2002.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Mio. € auf –5,0 Mio. € verbessert. Die Entwicklung ist hauptsächlich auf gesunkene Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten bedingt durch die rückläufige Kreditinanspruchnahme zurückzuführen. Des Weiteren sind Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen aufgrund des gesunkenen Rechnungszinses zurückgegangen.

Ertragsteuern

Die Ertragsteueraufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Mio. € gesunken. Die Entwicklung ist insbesondere auf den Rückgang der originären Steueraufwendungen um 7,5 Mio. € auf 10,6 Mio. € (2017: 18,1 Mio. €) bedingt durch das gesunkene operative Ergebnis zurückzuführen. Die latenten Steueraufwendungen lagen bei 1,3 Mio. € nach einem Steuerertrag von 1,4 Mio. € im Vorjahr.

Jahresergebnis

Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 96,9 Mio. € auf 31,8 Mio. € verringert. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass das Vorjahresergebnis in Höhe von 128,7 Mio. € durch die Veräußerung der Grundstücke unseres ehemaligen Standorts Köln-Deutz begünstigt und das Ergebnis im Berichtsjahr durch einen Verlust von 40,5 Mio. € aus der Veräußerung unseres Anteils an der DEUTZ (Dalian) ­Engine Co., Ltd., Dalian (China) belastet war.

In unserer Prognose zu Beginn des Geschäftsjahres 2018 sind wir von einem Anstieg des um die Veräußerung der Grundstücke bereinigten Jahresergebnisses ausgegangen. Dieses bereinigte Jahresergebnis belief sich im Vorjahr auf 57,1 Mio. €. Unsere Prognose haben wir damit verfehlt. Bei einem deutlich gestiegenen Geschäftsvolumen ist dies auf den Verlust aus der Veräußerung unseres Anteils an der DEUTZ (Dalian) Engine Co., Ltd., Dalian (China) zurückzuführen, der in der Prognose nicht berücksichtigt war.

Auf Grundlage des positiven Jahresergebnisses schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, aus dem Bilanzgewinn 18,1 Mio. € zur Ausschüttung einer Dividende von 0,15 € je Aktie zu verwenden.

1) Verhältnis von Umsatzerlösen abzüglich Umsatzkosten zu Umsatzerlösen (ohne Berücksichtigung von Abschreibungen auf Entwicklungsleistungen).