Wirtschaftsprognosen etwas Verhaltener

Der Internationale Währungsfonds (IWF) 1) hat seine Prognosen für die kommenden beiden Jahre moderat herabgesetzt: Das weltweite Wirtschaftswachstum soll nun leicht unter dem des Jahres 2018 liegen. Diese niedrigeren Erwartungen sind vor allem auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China zurückzuführen. Weitere Faktoren sind zum Beispiel finanzpolitische Risiken in Italien, die zunehmende Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Auswirkungen eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie der Abschwung in der Türkei.

Für die Wirtschaft im Euro-Raum werden, ebenso wie für Deutschland, Wachstumsraten leicht unter bzw. auf dem Niveau von 2018 vorhergesagt. Das Wachstumstempo der US-amerikanischen Wirtschaft wird vor allem 2020 an Fahrt verlieren. Das Wachstum in China soll in den kommenden beiden Jahren ebenfalls schwächer ausfallen.

BIP-Wachstum

in % 2018 2019 2020
Global 3,7 3,5 3,6
Euro-Raum 1,8 1,6 1,7
Deutschland 1,5 1,3 1,6
Spanien 2,5 2,2 1,9
Frankreich 1,5 1,5 1,6
Italien 1,0 0,6 0,9
USA 2,9 2,5 1,8
China 6,6 6,2 6,2

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland 2) ist im Dezember 2018 von 102,0 auf 101,0 Punkte gesunken. Die Unternehmen waren erneut weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Auch ihre Erwartungen für die kommenden Monate trübten sich weiter ein. Der ISM-Einkaufsmanagerindex 3) in den USA ist zum 1. Februar 2019 auf 56,6 Punkte gestiegen. Damit hat sich die US-Industrie im Januar überraschend stark gezeigt.

1) IWF, World Economic Outlook Update, Januar 2019.
2) ifo Institut, Januar 2019.
3) ISM Institute for Supply Management, Februar 2019.