Glossar

A

Abgasnachbehandlung

Sichert durch die Reinigung von Verbrennungsabgasen die Einhaltung gesetzlich ­vorgeschriebener Emissionsgrenzwerte für Schadstoffe wie Stick­oxide (NOx) und Rußpartikel. In Fahrzeugen erfolgt die Abgas­nachbehandlung durch den Einsatz von Katalysatoren und Rußpartikelfiltern.

APQP (Advanced Product Quality Planning)–steuerung der Anlieferqualität

Die Qualitätsplanung ist im Qualitätsmanagement von Unternehmen die gedankliche Vorwegnahme der zukünftigen Beschaffenheit, die ein Produkt bzw. eine Dienstleistung benötigt.

Audit

Ein Audit untersucht, ob Prozesse, Anforderungen und Richtlinien die geforderten Standards erfüllen. Ein solches Untersuchungsverfahren erfolgt häufig im Rahmen eines Qualitätsmanagements. Die Audits werden von einem speziell hierfür geschulten Auditor durchgeführt.

C

Captive-Markt, -Bereich

Marktsegment, in dem die Geräte- und Nutzfahrzeughersteller den Bedarf an Motoren durch die eigene Motorenproduktion abdecken. Aus diesem Grund ist der Captive-Markt für unabhängige Motorenhersteller in der Regel nicht zugänglich.

Compliance

Bezeichnet die Gesamtheit der Maßnahmen eines Unternehmens zur Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien, aber auch von vertraglichen Verpflichtungen sowie von freiwillig eingegangenen Selbstverpflichtungen. Compliance ist ein wichtiges Element der Corporate Governance.

Corporate Citizenship

Bezeichnet das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen.

Corporate Governance

Verantwortungsvolle, auf langfristige Wertschöpfung und Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtete Leitung und Kontrolle von Unternehmen.

D

DIN EN ISO 9001 (Deutsches Institut für Normung – Europa- Norm – International Organization for Standardization – 9001)

Internationale, europa- und deutschlandweit anerkannte Norm für das Umweltmanagement.

Diversity

Die individuelle Verschiedenheit der Mitarbeiter wird toleriert und soll im Rahmen einer weltoffenen Unternehmenskultur für den Erfolg der Gesellschaft genutzt werden. Mitarbeiter sollen unter anderem nicht aufgrund von ethnischer Abstammung, Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Orientierung oder Behinderung diskriminiert werden und die gleichen Chancen haben.

Downsizing

Verkleinerung technischer Größen (wie Gewicht, Hubraum usw.) bei gleicher oder ähnlicher Leistungsfähigkeit.

E

EBIT

EBIT (Earnings before Interest and Taxes) ist das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern).

Ergebnis je Aktie

Die Kennzahl Ergebnis je Aktie stellt das Ergebnis nach Steuern, welches auf Anteilseigner der DEUTZ AG entfällt, der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien gegenüber.

EU Stufe I, II, III A, III B, IV, V

Von der Europäischen Union festgelegte Abgasnorm für Off-Road-Anwendungen. Sie bestimmt Grenzwerte für im Abgas enthaltene Schadstoffe wie Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und Rußpartikel.

F

Forward

Individuell ausgestaltetes und nicht börsengehandeltes Termingeschäft.

H

Hedging

Absicherung von Zins-, Währungs-, Kurs- oder ähnlichen Risiken durch derivative Finanzinstrumente, welche die Risiken der Grundgeschäfte begrenzen.

I

IMS

Das Integrierte Managementsystem (IMS) fasst ­Methoden und Instrumente zur Einhaltung von Anforderungen aus verschiedenen Bereichen (z. B. Qualität, Umwelt- und Arbeitsschutz, Sicherheit) in einer einheitlichen Struktur zusammen, die der Corporate Governance (d. h. der Leitung und Über­wachung von Organisationen) dient.

K

Kaizen

Kaizen bezeichnet sowohl eine japanische Lebens- und Arbeitsphilosophie als auch ein methodisches Konzept, in deren Zentrum das Streben nach kontinuierlicher Verbesserung steht. Die Verbesserung erfolgt in einer schrittweisen, punkt­uellen Perfektionierung oder Optimierung eines Produktes oder Prozesses.

Kanban

Kanban ist eine Methode in der Softwareentwicklung, bei der die Anzahl paralleler Arbeiten, der Work in Progress (WiP), begrenzt und somit kürzere Durchlaufzeiten erreicht und Probleme – insbesondere Engpässe – schnell sichtbar gemacht werden sollen.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Sie unterscheidet zwischen dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit und erklärt daraus die Veränderung des Zahlungsmittelbestands.

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)

(engl.: Continual Improvement Process (CIP)) ist eine Denkweise, die mit ­stetigen Verbesserungen in kleinen Schritten die Wettbewerbs­fähigkeit der Unternehmen stärken will. KVP bezieht sich auf die Produkt-, die Prozess- und die Servicequalität. KVP wird im Rahmen von Teamarbeit durch fortwährende kleine Verbesserungsschritte (im Gegensatz zu Innovationen in Form großer, einschneidender Neuerungen) umgesetzt. KVP ist ein ­Grundprinzip des Qualitätsmanagements und unverzichtbarer Bestandteil der ISO 9001. Das Erarbeiten von Verbesserungs­vorschlägen durch KVP-Teams wird üblicherweise gemeinsam mit dem ­betrieblichen Vorschlagswesen unter dem Begriff Ideenmanagement zusammengefasst.

L

Latente Steuern

Unterschiede zwischen den steuerlichen Gewinnermittlungsvorschriften und denen nach IAS führen hinsichtlich der steuerlichen Belastung zu Abweichungen. Diese Unterschiede werden über Abgrenzungen als Aktiv- oder Passivposten in der Bilanz dargestellt.

Liquefied Petroleum Gas (LPG)

LPG bezeichnet ein zum Einsatz in Verbrennungsmotoren vorgesehenes Flüssiggas, ein variables Gemisch, das hauptsächlich aus Butan und Propan besteht.

Long-Term-Incentive-Plan (LTI)

Anreizsystem beziehungsweise Vergütungsinstrument, das dem Vorstand und ausgewählten Führungskräften angeboten wird. Sie sollen am langfristigen Erfolg des Unternehmens beteiligt und dadurch an das Unternehmen gebunden werden.

M

Material Handling

Fördertechnik zur Fortbewegung von Gütern in abgegrenzten Bereichen wie beispielsweise Flughäfen und Industriebetrieben. Hierzu zählen Gabelstapler, Telehandler, Hebebühnen und Flugfeldgeräte.

N

Non-captive-Markt, -Bereich

Ein Marktsegment, in dem die Geräte- und Nutzfahrzeughersteller den Bedarf an Motoren durch fremde Motorenproduktion abdecken. Aus diesem Grund ist ein Non-captive-Markt für unabhängige Motorenhersteller zugänglich.

O

Off-Highway-Anwendungen (Off-Road)

Motorbetriebene Anwendungen mit begrenzter Straßenzulassung, wie Züge, Schiffe, Land- und Baufahrzeuge.

OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series)

lehnt sich sehr eng an die ISO 9001 und an die ISO 14001 an. Im Jahr 2007 wurde OHSAS 18001 als britische Norm festgelegt. Auch in Polen wurde der Standard zu einer nationalen Norm erhoben. Mit einer Verbreitung in mehr als 80 Ländern der Welt ist OHSAS 18001 einer der bekanntesten und bedeutsamsten Standards für ein AMS. Eine Zertifizierung nach diesem Standard ist möglich.

Option

Kontrakt, der dem Inhaber das Recht und dem Stillhalter die Verpflichtung gibt, bis zum Verfallsdatum des Kontrakts den Basiswert (ein Wertpapier oder ein Produkt) zum vorher festgesetzten Basispreis zu kaufen oder zu verkaufen.

P

PDCA

PDCA bedeutet Plan–Do–Check–Act (Planen–Ausführen–­Überprüfen–Anpassen). Der PDCA-Zyklus ist einfach anzuwenden, lässt sich in allen Unternehmensbereichen sinnvoll nutzen und muss lediglich in der Anwendung auf die spezifische Aufgabenstellung hin angepasst werden. Einfachheit, schnelle Erlernbarkeit, gute Anpassbarkeit an die unterschiedlichsten Aufgaben und Problemstellungen sind die entscheidenden Vorteile der PDCA-Methode.

ppm

Die Größe von Anteilen oder die Stärke von Konzentrationen wird normalerweise in Prozent (%) und Promill (‰) angegeben. Sehr kleine Anteile, z. B. ein tausendstel oder ein millionstel Promill, müssten etwas umständlich als Kommazahl 0,001 ‰ bzw. 0,000001 ‰ geschrieben werden. Um diese unübersichtliche Schreibweise zu vermeiden, wurden weitere abkürzende Bezeichnungen eingeführt.

R

Rating

Dient zur Beurteilung der Bonität eines Unternehmens. Es bewertet, inwieweit das Unternehmen in der Lage ist, seinen Verpflichtungen zu Zins- und Kapitalrückzahlungen zum vereinbarten Zeitpunkt nachzukommen.

REACH

REACH ist die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Das Kürzel »REACH« leitet sich aus dem englischen Titel der Verordnung ab: Regulation concerning the Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals.

Return on Capital Employed (ROCE)

Gemessen durch das Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichem Capital Employed. Capital Employed: Bilanzsumme abzüglich Zahlungsmitteln und -äquivalenten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger kurz- und langfristiger Verbindlichkeiten, basierend auf Durchschnittswerten von zwei Bilanzstichtagen.

RoHS

Die EU-Richtlinie 2011/65/EU dient der Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten.

S

Scrum

(aus englisch scrum für »Gedränge«) ist ein Vorgehensmodell des Projekt- und Produktmanagements, insbesondere zur agilen Softwareentwicklung. Es wurde ursprünglich in der Softwaretechnik entwickelt, ist aber davon unabhängig. Scrum wird inzwischen in vielen anderen Bereichen eingesetzt. Es ist eine Umsetzung von Lean Development für das Projektmanagement.

Six Sigma (6σ)

ist ein Managementsystem zur Prozessverbesserung, statistisches Qualitätsziel und zugleich eine Methode des Qualitätsmanagements. Ihr Kernelement ist die Beschreibung, Messung, Analyse, Verbesserung und Überwachung von Geschäftsvorgängen mit statistischen Mitteln.

Streubesitz (»Free Float«)

Aktienanteil einer Aktiengesellschaft, der nicht im festen Besitz eines Anteilseigners ist. Nach der Definition der Deutschen Börse gehören Aktienpakete unter 5 % zum Streubesitz.

Synthetische Kraftstoffe

Kraftstoffe, die sich von konventionellen Kraftstoffen (z. B. Diesel, Benzin, Kerosin) durch das Herstellungsverfahren unterscheiden, in dem z.B. Erdöl als Rohstoffquelle ersetzt wird.

U

US EPA Tier 1, 2, 3, 4

In den USA geltende Abgasnorm für Off-Road-Anwendungen. Sie bestimmt Grenzwerte für im Abgas enthaltene Schadstoffe wie Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und Rußpartikel.

W

Working Capital

Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Working-Capital-Quote

Verhältnis Working Capital (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) am Stichtag bezogen auf den Umsatz der letzten zwölf Monate.

X

Xetra

Der Begriff steht für Exchange Electronic Trading und ist der Name des elektronischen Handelssystems der Deutschen Börse, kurz: die deutsche Computerbörse.